Der Wagen, der hier steht, hat “Vollräder” und stellt eines der ältesten Transportsysteme für größere Lasten dar. Er wurde von Ochsen gezogen. Er ist ein echtes lebendes Fossil, eine Seltenheit in der Museumswelt, vor allem wegen seines besonders guten Erhaltungszustands. Im Lauf der Zeit wurde das Vollrad durch das Speichenrad verdrängt, zunächst mit zehn, später mit zwölf Speichen. Solche Räder waren leichter und praktischer. Die Räder bestehen aus drei Holzteilen, die häufig durch Eisenstreben - “traversas de ferru” - verbunden sind. Die Mitte des Rades ist die Nabe - “sa crài de s”ascia” -, darum herum liegt “sa bussala”. Die Lauffläche besteht aus einem Eisenreifen, der das Rad schützt. Der Wagenkörper wird von zwei Holzbalken - s”iscala” - gebildet, die den Boden des Wagens tragen. Darauf befindet sich der Laderaum aus einem Geflecht aus waagerechten und senkrechten Hölzern. Ganz vorne an der Leiter sitzt “su giuàli”, das Joch, an das die Ochsen gebunden wurden. Wenn man bedenkt, dass dieser Wagentyp bereits in römischer Zeit in Gebrauch war, und wenn man sich das antike Wegenetz dieses Gebiets zwischen dem Zentrum von Forum Traiani, der Brabaxiàna und der Parte Usèllus vorstellt, meint man fast, diese Räder auf dem Pflaster und den alten Straßen zu hören: ein ständiges Kommen und Gehen von Menschen und Fuhrwerken, von Salz und Getreide. Wer weiß, wie viel Ponti Ecciu gehört hat: das Kreischen des Eisens, das Keuchen der Tiere und die Flüche der Wagenbauer -carradòres-, die die Wagen konstruierten und reparierten. Dieser Wagen wurde von den Erben Deidda Antonio gestiftet, die Heupresse von Frau Atzori Pietrina. Die Aufstellung gestaltete der Architekt Giuseppe Pili.
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