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Die ersten historisch belegten Ölmühlen waren einfache Steinmörser, in denen ölhaltige Früchte mit ebenfalls aus Stein bestehenden Stößeln zerquetscht wurden. Aus dieser einfachen, aber recht wirksamen Form entwickelten sich über die Jahrtausende immer effizientere Vorrichtungen. Die Römer machten entscheidende Fortschritte und entwickelten das “trapetum”: ein rundes Steinbecken, in dem zwei Mühlsteine gerollt wurden. Sie steckten auf einer Holzachse, die von Sklaven bewegt wurde. Vom “trapetum” leiteten sich die Ölmühlen mit Sockel, Becken und einem einzelnen steinernen Radmühlstein ab, die von Tieren wie Pferden oder Rindern angetrieben wurden. Mitunter gab es auch Ölmühlen mit zwei oder sogar drei Steinen von unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlicher Dicke. Die Früchte wurden direkt aus den Körben oder Säcken ins Becken geschüttet. Um die Paste, also die ausgequetschten Fruchtreste, per Hand zu entnehmen, musste der Mühlstein angehalten werden. Im selben Raum wie die Ölmühle stand die Presse aus Holz und Eisen. Das Ausquetschen der Paste erfolgte mittels eines Schraubmechanismus. Eine solche Presse besteht aus einem Unterbau, auf dem die mit Paste gefüllten Behälter aufgestapelt wurden, und aus zwei Ständern, an denen die Pressplatte nach unten gedrückt wurde. Diese Geräte waren bis in die 1940er-Jahre in Gebrauch und wurden sowohl für Oliven als auch für die Beeren des Mastixstrauchs verwendet. Erst die Mechanisierung der Antriebs- und Verarbeitungssysteme verdrängte sie. In Allai heißt es allgemein, dass das ausgestellte Exemplar zur Herstellung von Mastixöl verwendet wurde, das als Lebensmittel und Brennstoff für Lampen diente.